Daniel Decker – Diese Stadt ist ein Scheißdreck (Remix)

Das hier ist noch so eine Geschichte aus längster Vergangenheit. Daniel ist ein Typ, den ich von Twitter her kenne und irgendwann so Ende 2015 haben wir diese kleine Kooperation hier gestartet. Im Januar 2016 hatte ich dann einen Remix zu seinem Song Diese Stadt ist ein Scheißdreck fertig.

Keine 5 Jahre später hat Daniel die EP Diese Stadt ist ein Remix veröffentlicht, auf der mein kleiner Remix von damals endlich das Licht der weiten Welt erblickte.

Für mich ist es sehr faszinierend, so alte Musik von mir zu hören. Ich bin ehrlicherweise sehr skeptisch gegenüber meiner frühen Kunstwerke. Aber ich bin auch ein bisschen beeindruckt, was mein Vergangenheits-Ich seinerzeit so an kreativen Ideen rausgehauen hat. Nun, hört selbst!

Daniel, ich will ein Kind von Dir!

Wir haben jetzt etwa Mitte August. Das ist quasi mitten im Sommer. Man nennt diese Zeit auch oft gerne die Hundstage. Weils so warm ist. Und was macht man, wenns warm ist? Klar. Man feiert ein Festival. Ein Sommerfestival.
Und weil es ja unerträglich warm ist, feiert man das am Besten gleich drinnen: Am Samstag fand das Summerize Festival im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei statt. Und bei Bands wie Nachlader und vielen anderen tollen Acts, konnt ich einfach nicht nein sagen.

Nachlader
Nachlader

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Das ist natürlich kompletter Blödsinn, es war gar nicht warm. Und hier ist eigentlich auch gar kein Sommer, was man gut daran erkennen kann, dass die Leute schon wieder ihre Fellstiefel rausgeholt haben. Das Festival hieß aber trotzdem Summerize und geladen waren solche tollen Bands wie Hund am Strand, Feedom, Le Hammond Inferno und eben Nachlader.

Hund am Strand
Hund am Strand

Vermutlich gabs auch noch mehr Bands, aber die hab ich auf Grund stilgerechten Spätkommens wohl verpasst. Wobei verpasst vermutlich das falsche Wort ist, denn als wir bei Hund am Strand den Laden betreten haben, sah das alles noch nicht sonderlich doll nach Stimmung aus. Das kann bei etwaigen vorherigen Bands nicht besser gewesen sein.

Hund am Strand
Hund am Strand

Dabei haben Hund am Strand keinen schlechten Job gemacht. Eine sympathische Drei-Mann- .. sorry, eine sympathische dreiköpfige Band, mit Sänger, Bassistin und nem Drummer, die insgesamt schon ein wenig danach klangen, als wären sie gerne bei Tocotronic. Aber wie gesagt, sie waren recht sympathisch. Das Herz des Publikums konnten sie indes nicht erobern, denn zwischen Band und Bierträgern klaffte ein Loch von mehreren Metern. Bei richtigen Topacts würde man von Sicherheitsabstand sprechen, hier war es einfach ein Stimmungsvakuum.

Hund am Strand
Hund am Strand

Aber dieser Raum wollte dringend gefüllt werden und das wussten auch die Jungs vom Nachlader, also ließen sie es krachen. Nur eine kurze Umbaupause später standen die drei Jungs dieser sympathischen Drei-Mann-Kombo auf der Bühne und rockten sich die Seele aus dem Leib. Das Stimmungsvakuum wurde quasi sofort von charismatischem und gutaussehendem Weibsvolk und einigen besoffenen Pennern charismatischen und gutaussehenden jungen Männern aus der Welt geschafft.

Nachlader
Nachlader

Die Auswahl der Songs war weitesgehend identisch mit dem letzten Konzert. Natürlich waren die Hits Arbeitsgeld, Fett und An die Wand mit von der Party. Der Bühnenterrorist meinte hinterher allerdings, dass auch mindestens ein neues Stück gespielt wurde. Vielleicht neues Material? Keine Ahnung, so fit bin ich mit der Nachlader-Discografie noch nicht. Der große Unterschied zum letzten Gig war aber wohl die Unterstützung des Publikums. Das Kesselhaus war zwar nicht voll, aber doch gut gefüllt und diesmal wurde ganz sicher auch jenseits der ersten Reihe gefeiert.

Nachlader
Nachlader

Alles, was ich will war auch im Set, allerdings wars diesmal nicht so lustig, wie beim letzten Mal. Der Bühnenterrorist hat nämlich geschwächelt. Weil die Nachlader-Jungs aber so alleine auf Dauer auch nicht durchhielten, haben sie sich anderweitig nach Hilfe umgesehen. Da hatten sie richtig Glück, dass Rob D. Rich von Rich and Kool im Haus war und auch noch bereit war, einen Song zum Besten zu geben.

Rich and Kool
Rich and Kool

Ich möchte übrigens anmerken, dass er es nur mir zu verdanken hatte, dass er an diesem Abend dort oben auf der Bühne stand. Ohne meine Räuberleiter wär der da nie hochgekommen …

Rich and Kool
Rich and Kool

Nach gefühlten 10 Minuten – es war wirklich viel zu kurz – gabs dann nur noch einen Song als Zugabe und die schöne Zeit war vorbei. Was dann folgte war irgendwie doof.
Unter dem Namen Feedom haben sich drei an sich tolle und halbwegs bekannte kontroverse Musiker zusammen getan: Gonzales an den Drums, Peaches am Bass und ein Typ dessen Namen ich vergessen habe an einem Instrument, das so klang wie eine E-Gitarre, aber nicht so aussah.

Feedom
Feedom

Diese unsympathische Drei-Mann-Kombo war der erklärte Headliner des Abends, was man daran merkte, dass alle Leute ganz plötzlich ganz nach vorne an die Bühne ran wollten. Später wollte das aber keine zugeben, im Laufe der Performance lichteten sich die vorderen Reihen zusehens und die Bar hat ihren Umsatz nochmal deutlich gesteigert.

Feedom
Feedom

Nach dem ersten Song dachten wir noch: Wow, was n geiles Intro! Beim zweiten Song hat man immer noch ein wenig mit dem Kopf mitgewippt und sich gefreut. Der dritte Song lag dann schon etwas schwerer im Magen, man wartete darauf, dass es los geht. Ab dem vierten Song hab ich die Hoffnung aufgegeben.
Die Songs klangen alle gleich. Irgendwie. Jeder Song bestand aus jeweils nur einem Gitarrenriff. Entsprechend dazu gabs auch immer nur eine Bassline. Und das wurde jedesmal auf die volle Songlänge gestreckt. Sie sind gut abgegangen dabei, die Drums waren auch richtig gut und überhaupt, es klang ja nicht schlecht. Aber jeder Song hatte den gleichen Aufbau.

Feedom
Feedom

Gerade wenn solche Highlights wie Peaches oder Gonzales dabei sind, hätte man irgendwie mehr erwartet. Ich glaub, keiner hätte sich gegen einen Song aus dem jeweiligen Repertoire gewehrt, aber nein: Es standen ja nichtmal Mikros auf der Bühne.

Feedom
Feedom

Die Krönung war schließlich aber die Zugabe. Sie haben drei Riffs, die im Laufe des Abends schonmal zu ganzen Songs gedehnt wurden, wiederholt und das Publikum durfte abstimmen, welches Riff es davon gern nochmal auf Songlänge gestreckt hören wollte. Ich fands peinlich. Aber ich lag zum dem Zeitpunkt schon irgendwo halb schlafend in der Ecke und hab mit irgendwelchen Frauen darüber diskuttiert, ob Daniel vom Nachlader schwul ist oder nicht. (Fragt nicht!)

Feedom
Feedom

Zu guter Letzt sollte noch irgendwo das Le Hammond Inferno spielen bzw. DJ-mäßig die Nadeln in die Ritzen prügeln. Wo, wurde uns aber nicht verraten und angesichts von Schlafdefizit, Hunger und Alkoholkonsum beschlossen wir, das Weite zu suchen. Wir hatten unseren Spaß.

Nachlader
Nachlader

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle Nachlader– und oder Rich and Kool-Fans: Letztere spielen am Samstag, den 27.08.2005 im Schloss Lanke. Ansonsten siehts mit Auftritten in der Hauptstadt wohl mau aus in nächster Zeit. Schade irgendwie, war ja doch immer recht lustig.

Nachlader
Nachlader

Für Sachdienliche Hinweise geht jeweils ein großes Dankeschön raus an Hania und den Bühnenterroristen!

Discografie

Serenity

Tracks
1. Ghost Stories
2. Rally
3. Serenity
4. Neon Prospect
5. Ping Pong, You Know?
6. Come Along
7. Circus

Release: 06.04.2022
Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-SA
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If Bliss Was Possible

Tracks
1. Bubbles
2. Mothership
3. Timelessness
4. If Bliss Was Possible
5. Highland Princess
6. Banana Float
7. Midnight Magic
8. Wedding Drums
9. Widescreen
10. Better Off

Release: 10. September 2021
Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
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The Ballad Of Dog And Towel

Release: 24. Dezember 2019
Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
Artwork: Thomas Bartz
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Private Ark

Tracks
1. Manchester
2. Transition
3. Private Ark
4. Traveller
5. Magic
6. Temples
7. Asset House
8. Stockholm
9. Longes Summer

Release: 05. April 2019
Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
Artwork: Kristin
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Magic (Single)

Release: 23. Dezember 2018
Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
Artwork: Thomas Bartz
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Ad Astra

Ad Astr

Tracks
1. The Match
2. Rise
3. Super Collider
4. Downfall
5. Ad Astra
6. Everywhen
7. Driftwood
8. Space Disco
9. Joker
10. Sparks

Release: 02. Januar 2018
Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
Artwork: Kristin Aßmann
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The Psychedelic And

Six Umbrellas - The Psychedelic And

Tracks
1. Runner
2. Monster
3. The Psychedelic And
4. She Does Her Best (feat. Small Colin)
5. Monument
6. Zombie Disco
7. The And Of The World

Release: 6. April 2015
Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
Artwork: Kristin Aßmann
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This Is For You

thisisforyou

Tracks
1. This Is For You
2. Work Out Bro
3. Summer
4. Breeze
5. Demons
6. Phoenix
7. Voodoo
8. Carrousel

Release: 6. April 2013
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Artwork: Kristin Aßmann
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Remixes / Collaborations

Martin Tetzlaff – Achterbahn – 01.09.2023 – Link
Naomi Sample And The Go Go Ghosts – Kabelbrand – 01.03.2023 – Link
Martin Tetzlaff – Paul – 30.09.2022 – Link
Vincent Teetsov – Bones All Around – 04.03.2022 – Link
Adrian Carter – The Loser – 31.01.2022 – Link
Naicke – 100.000 Fragen – 31.10.2021 – Link
Martin Tetzlaff – Seascape – 18.06.2021 – Link
Her Tree – Out Of The Woods – 06.04.2021 – Link
Naicke – Einfach – 11.01.2021 – Link
Daniel Decker – Diese Stadt ist ein Scheißdreck – 18.12.2020 – Link
lilabungalow – Peace To Gold – ca. 2016 / 04.12.2020 – Link
Sukie – Action/Reaction – 08.11.2020 – Link
Less – Play Me – 02.10.2020 – Link
Clock Opera – Run – 11.07.2020 – Link
The Hearing – When In Doubt Repeat These Words – 08.11.2019 – Link
Starfrosh feat. Jerry Spoon – 03.10.2019 – Link
Deltawelle – Atme (Remix) – 06.09.2019 – Link
Vincent Teetsov – For The Days (Remix) – 16.02.2019 – Link
Sebastian Block – Es ist gut (Remix) – 02.02.2018 – Link
Mama Lauta – Unvollkommene Menschen (Remix) – 26.08.2017 – Link
Uijuijui – Mein Junge (Remix) – 24.08.2017 – Link
Novelty Citizen – Nothing To Fear (Remix) – 30.06.2015 – Link
Small Radio – Save It (Remix) – 28.09.2014 – Link
Uijuijui – Harmonie am Elbstrand (Remix) – 02.06.2014 – Link
Anandamid – The Tone (Remix) – 31.12.2013 – Link
Small Colin – Red Wine (Remix) – 17.06.2013 – Link
Anandamid – C&H (Remix) – 01.06.2013 – Link
Toxicbeats – Suneshineride (Remix) – 26.09.2011 – Link
Nachlader – Soll Haben (Remix) – 02.04.2010 – Link
Nilz Bokelberg – Die 90s (Remix) – 01.03.2009 – Link

Heavy Rotation

Metronomy – Hypnose

Ich hatte mich ja sofort tierisch gefreut: Neuer Track bedeutet ja meist auch neues Album. Aber da war die Vorfreude wohl verfrüht. Der Track ist eine Cover-Version von dem Song Hypnose von Jean Michel Jarre den Metronomy im Rahmen ihrer LateNightTales-Compilation aufgenommen haben. Schade. Aber Song und Video sind trotzdem großartig.

Metronomy – Hypnose from daniel brereton on Vimeo.

[via]

Death Grips – NO LOVE DEEP WEB

Die Band Death Grips hat irgendwie Stress mit ihrem Label, welches das neue Album nicht zeitnah veröffentlichen möchte. Also werfen sie ihre Tracks einfach so unters Volk. Bei Rene gibt es mehr Hintergründe zur Aktion. Hier ist das Album bei Soundcloud:

Links vom 26. April 2012 bis 1. Mai 2012

Wormworldsaga – Kapitel 2

Vor ziemlich genau einem Jahr hat Zeichner Daniel Lieske das erste Kapitel seiner Wormworldsaga veröffentlicht – sixumbrellas berichtete. Mittlerweile hat sich viel getan in seinem Leben – unter anderem hat er seinen Job an den Nagel gehängt, um jetzt hauptberuflich zu zeichnen und das Wormworldsaga-Projekt ist inzwischen um einige Smartphone- und Tablet-Apps gewachsen.

Pünktlich zu Weihnachten schenkt er uns auch das zweite Kapitel der Saga. Viel Spaß!

Nachlader – Soll Haben (Sixumbrellas Remix)

Aufmerksamen Lesern dieses Weblogs wird meine Vorliebe für die elektro-poppigen Songs vom Nachlader kaum entgangen sein. Da dieser gerade die Veröffentlichung seines zweiten Albums vorantreibt und in der Zwischenzeit auch die ein oder andere Single im Katalog hat, ergab sich die Möglichkeit einer kleinen Kooperation: Daniel hat mir sehr unbürokratisch die Einzelspuren seiner ersten Single Soll Haben für einen Remix zur Verfügung gestellt.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht vergessen,  darauf hinzuweisen, dass das Album Koma Baby Lebt heißen, am 30.04.2010 erscheinen und unglaublich gut klingen wird. Ehrlich, ich hab es bereits in meiner Liste und bin sehr begeistert. Wer Berliner Elektropop mag, sollte spätestens jetzt in Vorfreude ausbrechen!

Bevor ich euch meinen Remix präsentiere, sollt ihr die Chance haben, das Original zu hören, dass ihr übrigens schon seit Ende 09 käuflich erwerben könnt:

Ich war mir nicht zu schade, den zeitgemäßen Popsong mitten in die 90er Jahre zu katapultieren. Vielen Dank an den Nachlader, für diese Chance. Es hat echt Spaß gemacht, mit dem Track zu arbeiten und ich hoffe, dass hört man dem Remix auch an. Aber hört selbst:

Nachlader – Soll Haben (Sixumbrellas Remix) by sixumbrellas

Pitch-Nass


Beatbox Elliot

Ach ja, die Fete de la Musique in Berlin. Jedes Jahr das gleiche Spiel. Am Anfang – also genau genommen mittendrin, denn ich war erst um 19 Uhr da, aber die Tripping Triangle Bühne macht ja schon viel früher auf. Also, am Anfang war Beatbox Elliot am Start, der gewohnt gutes Beatboxing zeigte. Im Unterschied zu den Vorjahren hatte er dieses Mal einen kleinen Sampler dabei, mit der seine Beatboxing-Samples loopen und so komplette und sehr coole Songs darbieten konnte. Wie immer, viel zu gut und viel zu kurz.

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