Archiv der Kategorie ‘movie‘

Brutal begeistert

Montag, den 24. Mai 2010

Ich komm gerade aus der Sneak Preview und hatte das zweifelhafte Vergnügen den Streifen Repo Men vorab sehen zu dürfen. Kurz zum Film: Eine interessante Grundidee wird leider in einer vollkommen stumpfen Baller- und Splatterorgie verheizt. Der Film meidet jede Gelegenheit, eine interessante Geschichte zu erzählen, serviert stattdessen ein Plausibilitätskartenhaus, dass schon bei der ersten Rückfrage in sich zusammenstürzt.  Die Darsteller bemühen sich redlich, können dem schwachen Buch aber auch nichts entgegensetzen.

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Tritt Hintern

Mittwoch, den 31. März 2010

Ich komme gerade von der Premiere von Kick Ass, die von Nerdcore, den Filmfreunden und Moviepilot auf die Beine gestellt wurde. Da der Spaß für mich umsonst war* und ich mich auch sehr priviligiert fühle – der Film startet immerhin erst in drei Wochen – möchte die Veranstaltung hier auch mal anerkennend erwähnen und Danke sagen: Danke!

Außerdem ist der Film sehr sehenswert. Schönes Comic-Spektakel mit viel schwarzem Humor. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt. Hier der Trailer:

* Es war natürlich nicht mein Losglück, dass mir hold war. Klar, ne?

Oscars 2010 – Meine Tipps

Montag, den 8. März 2010

Dieses Jahr schaue ich mir die Oscar-Verleihung an und auch wenn ich nur einen Bruchteil der Filme gesehen habe, die nominiert wurden, lass ich mir den Spaß nicht nehmen, eine denkbar unqualifizierte Vorhersage abzugeben, die wohl in etwa gleichen Teilen Wunschliste als auch schlimmste Befürchtungen ist.

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V – Das Remake kommt

Samstag, den 24. Oktober 2009

Das hier sind die ersten 8 Minuten vom Remake von V – Die Außerirdischen kommen, welches am 3. November in den USA anlaufen wird. Die 8 Minuten sehen schon sehr gut aus – klar, mittlerweile riecht das erstmal sehr stark nach Independence Day, aber Emmerich hat sich ja auch nur sehr großzügig im Genre bedient. Man bin ich neidisch, ein Termin für den Deutschland-Start steht natürlich noch nicht fest. Rechnen wir mal 2012 damit. Oder 2020.

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Fail

Montag, den 15. Dezember 2008

Quizfrage: In welchem Hollywood-Blockbuster und seinerzeit teuersten Film aller Zeiten™, wurde in der deutschen Übersetzung neural processor völlig dämlich mit neutraler Prozessor übersetzt?

Ich bin ja eigentlich nicht so, was Übersetzung und Synchronisation angeht. Hat ja alles sein Für und Wider, aber wenn solche Fehler bei derartig teuren Projekten passieren, finde ich das schon recht peinlich.

Farbe der Magie

Freitag, den 13. Juni 2008

Literaturverfilmungen sind ja oft eine sehr schwierige Angelegenheit. Je besser einem das Buch gefällt, desto schwieriger wird es, den Film zu mögen. Dieser Trailer hat mir allerdings eine anständige Gänsehaut bereitet. Diese Bilder habe ich im Kopf, wenn ich in der Scheibenwelt lese:

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Star Trek vs. Star Wars

Mittwoch, den 29. August 2007

Also, ich könnt mich ja nicht entscheiden, mag ich doch das eine wie das andere. Auf der anderen Seite ist beides auch gelegentlich bis häufig recht peinlich. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden.

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Elektroma

Sonntag, den 15. Juli 2007

Wenige Tage nach dem großartigen Konzert von Daft Pank, fand im Berliner Arsenal die Deutschlandpremiere des neusten filmischen Kunstwerks der beiden Pariser Künstler statt. Und bei der Gelegenheit machte ich einen fatalen Fehler: Ich war neugierig.

Elektroma

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Die Story des Films ist schnell erzählt: Zwei Roboter wandern durch die Wüste Kaliforniens mit dem Ziel, Menschen zu werden. Jedenfalls wird es so oder ähnlich im Flyer beschrieben. Welche Botschaft ich aus dem Film mitgenommen hätte oder welches Anliegen der Filmemacher ich sonst interpretiert hätte, bleibt offen.

Es gibt voll 70 Minutan lang genau neun Songs zu hören – kein einziger davon von Daft Punk -, es werden genau null Worte in exakt – ich habe mitgezählt – null Dialogen gewechselt. Der ganze Film stellt einen sowohl visuellen als auch akustischen Kontrapunkt zum wenige Tage vorher bestaunten Konzert dar, nämlich gähnende Langeweile.

Die Jungs machen wirklich tolle und geniale und großartige Musik. Aber es hat einen guten Grund, warum sie Schwierigkeiten haben einen Verleih für ihren neuen Film zu finden. Man könnte sagen, dass der Film der surrealistischen Malerei näher als einem konventionellen Film, man könnte aber auch einfach sagen: Der Streifen ist schrott und ich habe mich schrecklich gelangweilt.

Walk the line

Samstag, den 18. Februar 2006

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist Walk the line einer der Favoriten für die anstehende Oscar-Verleihung. An mancher Stelle sah man deshalb schon Plakate, die von Hollywoods bestem Film seit langem kündeten. Und ich wurde herbe enttäuscht.

Johnny Cash
Johnny Cash

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Der Film beginnt mit einer Rückblende in Johnny Cashs noch glücklicher Kindheit an der Seite seines Bruders. Nehmt es mir nicht übel, wenn ich die Story oder Details davon verrate, aber erstens kann ich den Film nicht so doll zerreißen, wenn ich mich da zurückhalten muss und zweitens ist die Geschichte auch kein großes Geheimnis, ist ja schließlich ein sogenanntes Biopic. Also, der Film beginnt quasi in seiner Kindheit, wo sein Bruder stirbt, der ihm sehr nahe steht. Das hat mich so ein klein wenig an Ray erinnert. Dann, also eine Blende später, geht er zur Armee, kommt wieder und heiratet seine große Liebe Vivian. Auch das hat mich ein wenig an Ray erinnert, obwohl der niemals bei der Armee war. Als Vertreter ist Johnny eine Niete, aber dafür kann er einen Produzenten überzeugen ihn und seine Band zu produzieren und auf Tour zu schicken. Darunter leidet so ein klein wenig die Ehe mit seiner Frau. Kam mir irgendwie bekannt vor. Als nächstes folgt das, was unweigerlich folgen muss: Drogen! Ja, auch das gabs bei Ray schonmal.

Johnny Cash und June Carter
Johnny Cash und June Carter

Tut mir leid, wenn das irgendwie platt klingt. Mir ist auch klar, dass bei derartigen Filmen ein gewisses Muster einfach nicht zu durchbrechen ist, vor allem dann, wenn es die Biografie nicht anders her gibt. Aber ganz ehrlich, dieser Film ist dermaßen vorhersehbar, dass es einen schon fast gruselt. Kleines Beispiel: Von der ersten Sekunde an weiß man, dass die Ehe mit Vivian nicht halten wird. Nicht nur, weil eigentlich Reese Witherspoon die Hauptdarstellerin ist, in die sich Johnny spontan verliebt sobald sie ihren ersten Auftritt hat und man getrost davon ausgehen kann, dass sie somit zwangsläufig früher oder später an seiner Seite landen wird. Nein, man merkt es vor allem daran, dass seine Ehefrau nicht im Geringsten zu Johnny Cash passt oder passen will. Sie hat kein Verständnis für sein Leben vor der Karriere, kein Verständnis für sein Leben während der Karriere und überhaupt keine Ambition irgendwie am Leben ihres Mannes teilzuhaben. Diese ganze charakterlich vielleicht gar nicht so schlecht dargestellte Konstellation wird einem als Zuschauer sehr schnell klar. Trotzdem dauert es quälende anderthalb Stunden, bis der Sache mal ein Ende bereitet wird.

June Carter
June Carter

Ein anderes Beispiel ist Johnnys Drogenkonsum. Auch hier gibts keine Überraschungen: Klar sind die Pillen am Anfang hilfreich, klar wird er abhängig und klar, dass es schief geht und ihn alle Menschen verstoßen werden und klar, dass er entzieht und dann ein besserer Mensch wird. Das ist so ein bißchen wie Beifahrer sein, man will ständig mitbremsen, weil man weiß was kommt.

Folsom
Folsom Jail

Nominiert ist Walk the line unter anderem für die besten Hauptdarsteller. Tja, da weiß ich nicht so recht. Witherspoon macht einen tollen Job, ich glaube nicht, dass irgendjemand anderes die Country-Queen so gut gebracht hätte. Die Rolle sitzt wie angegossen. Bei Joaquin Phoenix – dessen Vornamen man übrigens Wakin spricht – bin ich mir da noch nicht so sicher. Ich weiß, dass er ein toller Schauspieler ist und man sieht ihm auch an, dass er sich bei der Rolle viel Mühe gegeben hat. Ich glaube, er hat sogar alles selbst gesungen, was so von Cash im Film zu hören war. Aber trotzdem konnte ich Cash im Film von der ersten Sekunde an überhaupt nicht leiden. Ob tatsächlich besoffen oder nicht, er wirkte den ganzen Film über wie nach oder besser während eines schweren alkoholischen Absturzes, irgendwie immer ein Stück neben sich. Die Art wie er redet, guckt und sich bewegt. Ob Phoenix nun gut oder schlecht spielt, muss jemand beurteilen, der Cash noch kannte. Sympathie hat er aber nicht unbedingt ausgestrahlt.

June Carter
June Carter

Naja, und dann muss man auch sagen, dass Johnny Cash ein schweres und bemitleidenswertes Leben geführt haben muss, wenn man dem Film Glauben schenken darf: Er hat es immer schwer, alle sind gegen ihn und nur wenige heitere Momente können sein irdisches Dasein auch nur kurz ein wenig aufhellen. Das gibt ihm zwar per Definition schon den ultimativen Blues, aber Spaß an der Musik kauf ich ihm nicht ab. Den sieht man nämlich nicht.

Johnny Cash und June Carter
Johnny Cash und June Carter

Und damit wären wir schon beim nächsten und dem eigentlich wichtigsten Thema, über das in dem Zusammenhang mal gesprochen werden sollte: Die Musik. Johnny Cash ist für mich so ein kleiner blinder tauber Fleck auf der Landkarte. Sein Name ist groß genug, dass ich ihn schon mal gehört habe, seine Songs kannte ich hingegen nicht. Jetzt weiß ich auch wieso: Ich finde sie nämlich furchtbar. Irgendwie hätte ich gedacht, seine Musik wäre cooler. Ist sie aber nicht. Stinklangweiliger Country und das gab mir bei diesem Film den Rest.

Johnny Cash
Johnny Cash

Als Fan von Cash und seiner Musik wird man hier sicherlich seinen Spaß haben. Ich bin da ganz subjektiv, mir hats nicht gefallen. Aber würde ich Jazz nicht mögen, hätte mir vermutlich auch Ray nicht gefallen.

Tromanale

Sonntag, den 12. Februar 2006

Zur Zeit findet neben der Berlinale ein Kurzfilmfestival namens Tromanale im Tacheles statt. Mich hats da heute hinverschlagen, weil ich den Regisseur von einem der Filme ganz gut kenne und an dessen Film auch mitgewirkt habe. Dummerweise wurde dieser Film erst gegen Ende des ersten Blocks von insgesammt sechs Filmen gezeigt. Vorher mussten wir uns eine Reihe von Kurzfilmen anschauen, die das Konzept des Genres offenbar nicht ganz verstanden hatten: 45 Minuten sind nicht unbedingt kurz und bei den gezeigten Filmen auch ganz und gar nicht kurzweilig. Und im Tacheles wird nicht geheizt!

Kurzfilm
Kurzfilm

[Mehr:]

Der Kurzfilm, an dem ich mitgewirkt habe, heißt bezeichnenderweise gleich so: Kurzfilm. Es geht darin um einen Typen, der feststellt, dass er sich in einem Kurzfilm befindet. Die Idee ist ziemlich schräg, aber genial, wie ich finde. Über die Qualität der Umsetzung kann man geteilter Meinung sein, aber für einen Studentenfilm mit null Budget und null Technik ist das schon ganz ordentlich.

Martin Bender
Regie: Martin Bender – Im Interview nach der Vorführung

Mein Mitwirken bezog sich hauptsächlich auf logistische Unterstützung. Hauptsächlich, aber nicht nur: Es gibt auch einen kleinen Auftritt als Leiche.
Falls ihr mal die Gelegenheit bekommt, solltet ihr euch den Film auf jeden Fall anschauen.


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