Archiv der Kategorie ‘politics‘

Danke Berlin

Sonntag, den 2. Mai 2010

Ich war gestern noch in Theresienstadt nördlich von Prag. Ursprünglich im 18. Jahrhundert als Verteidigungsanlage gebaut, wurde die Festungsstadt von den Nazis als Judenghetto und Konzentrationslager genutzt. Heute erinnern Ausstellungen und Originalschauplätze vor Ort an das Geschehene.

65 Jahre später gibt es immer noch Menschen, die Nazi-Ideologie für zukunftsfähig halten und dafür auf die Straße gehen. Danke Berlin, dass du das heute verhindert hast.


Wiederverwendbare Holzsärge in Theresienstadt

Vor 20 Jahren

Montag, den 9. November 2009

An den 9.11. an sich kann ich mich gar nicht erinnern. Ich weiß nicht mehr, ob ich von den Nachrichten des Abends besonders viel mitbekommen habe. Aber in der Schule war das am nächsten Tag natürlich Thema Nr. 1. Obwohl wir gerade mal 10 Jahre alt waren, hat der männliche Teil des Klassenverbands das politische Geschehen der letzten Monate stets ausführlichst diskutiert und analysiert. Ein paar Jahre früher wären unsere Eltern mindestens zur Befragung abgeholt worden, für die Gespräche die wir in den Pausen geführt haben. Aber die Zeiten hatten sich bereits geändert. Zum Glück.

Woran ich mich wohl aber ewig erinnern werde: Wie mein ältester Bruder am 10. November von der Arbeit (oder Schule?) nach Hause kam und euphorisch rief: “Oma, für mich kein Mittag heute, ick ess heut bei McDonalds.” – Nun, Glück war damals eben auch irgendwie einfacher.

Ich selbst hatte erst drei Tage nach dem Mauerfall, also am 12. November, das Vergnügen, mir West-Berlin anzusehen. Wir hatten damals Bekannte dort, die uns ein wenig durch die Stadt geführt haben. Genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern, nur so ein paar Kleinigkeiten sind hängen geblieben:

  • Für unser Begrüßungsgeld mussten wir uns nicht anstellen, stattdessen hat uns eine Mitarbeiterin einer sehr leeren Bankfiliale auf der Straße ganz offensichtlich als Ossis erkannt und reingebeten.
  • In einem Kiosk hat mir der Verkäufer einen silbernen Comic geschenkt. Es war eine Special Edition entweder von Masters Of The Universe oder Mask, das weiß ich nicht mehr genau. Aber ich fand das sehr nett von dem Mann.
  • Der Westen sah ganz anders aus. Irgendwie dreckig und eigentlich hässlich, aber es war bund und es gab überall Dinge, die man nur aus dem Fernsehen kannte, das hat mich wiederum auch beeindruckt.

Dass ich bereits an diesem Tag meinen ersten Döner gegessen habe, von dem ich meiner Mama nichts abgegeben habe, habe ich allerdings vergessen. Meine Mama leider nicht. Sorry nochmal!

Schweinegrippe

Samstag, den 7. November 2009

Es ist ja zur Zeit das Smalltalkthema schlechthin: Und, haste dich schon impfen lassen? Ich antworte dann gerne, dass ich von der ganzen Hysterie nichts halte und erstmal warte, bis ein paar mehr Leute an der Schweinegrippe gestorben sind.  Zynisch, klar, aber offensichtlich auch nicht so ganz unbegründet. Die Süddeutsche bringt das ganz gut auf den Punkt:

Es gibt derzeit keinen Grund zu übertriebener Aufregung. Das Grippegeschehen liegt gegenwärtig im üblichen Bereich, bei aller Tragik der Einzelschicksale.

Lesenswerter Artikel über die Faktenlage und die Medienhysterie.

[via]

Vertrauen

Samstag, den 24. Oktober 2009

(ohne Worte)

Und alle so: Yeaahh!

Samstag, den 19. September 2009

Um zu verstehen, was auf diesem Video großartiges passiert, sollte man die kleine Zusammenfassung bei Johnny lesen. Das ist so unfassbar gut, mir fehlen die Worte.

Freiheit statt Angst – Ein paar Eindrücke

Sonntag, den 13. September 2009

Die Demonstration gestern kann wohl als voller Erfolg bezeichnet werden, darin sind sich alle Beteiligten einig. Die Veranstalter sprechen von 25.000 Teilnehmern, was sich mit meiner gefühlten Wahrnehmung auch irgendwie deckt. Ich hatte das Gefühl, dass sich sehr viele Menschen um mich herum befanden.

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Freiheit statt Angst

Samstag, den 12. September 2009

In knapp 12 Stunden startet die Großdemonstration für Freiheit und Bürgerrechte. Ich hoffe, man sieht sich da.

Regierung gegen Bürger

Dienstag, den 28. Juli 2009

Mal wieder eine absurd-dreiste Meisterleistung aus unserer regierenden Kaste und ein hervorragender Beleg dafür, wie wenig man da oben von diesem Internet versteht: Braunschweig verbietet Flashmobs.

Flashmobs sind eine mehr oder weniger kreative Sache, die sich dank der vernetzten Kommunikation im Internet etablieren konnte. Bei einem Flashmob verabreden sich viele Leute zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort etwas zu tun. Das kann etwas lustiges, kreatives oder etwas ganz banales sein, allein durch die Menge an Menschen die im Idealfall mitmachen gewinnt es eine gewisse Faszination. In jedem Fall sind Flashmobs bisher mehr als friedlich. Die Wikipedia weiß natürlich wie immer mehr darüber.

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Impression von der Demo

Samstag, den 20. Juni 2009

Hier ein paar Impression von der Demo vorhin – für alle, die nicht bei Twitter mitlesen. Während die Stimmung recht “gut” war, bin ich mit eher gemischten Gefühlen wieder nach Hause gegangen. Um ein wirkliches Zeichen zu setzen, hätten wohl deutlich mehr da sein müssen. Immerhin aber glauben die kleineren Parteien noch, dass bei uns Stimmen zu holen sind und so kam es, dass sogar einem von der FDP applaudiert wurde. Hätt ich auch nicht gedacht.

Jörg Tauss hat gleich zwei Mal das Wort ergriffen. Beim ersten Mal – das hab ich nicht ganz mitbekommen, da ich zu spät war – verkündete er seinen Austritt bei der SPD und beim zweiten Mal verkündete er den Beitritt zur Piratenpartei und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob das wirklich so eine tolle Sache ist. Für beide. Ich bin da irgendwie skeptisch, aber das kann mit meiner allgemeinen Politik-Skepsis im Moment zusammenhängen. Wenn das so weitergeht, werde ich noch politisch-paranoid. Polariod quasi, haha.

Besonders schwer hatten es übrigens die Vertreter der Grünen vor Ort. Ausgerechnet bei den Grünen – einer Partei, der man ich die Unterstützung für Bürgerrechte noch am ehesten zuschreibe – gab es während der Abstimmung am Donnerstag 15 Enthaltungen und für diese Enthaltungen mussten sich einer von der Grünen Jugend (sorry, ich merk mir Namen so schlecht) und Hans-Christian Ströbele nun vor den versammelten Onlinecommunitybenutzern rechtfertigen. Mehr als die Gewissheit, dass bei den Grünen wirklich kein Fraktionszwang herrscht, kam dabei aber leider auch nicht raus.

Für Herrn Ströbele könnte es im September tatsächlich noch ungemütlich werden, da einer von den Piraten (erwähnte ich schon, dass ich mir Namen nicht so gut merken kann?) angekündigt hat, im grünen Friedrichshain-Kreuzberg für Bundestagswahl zu kandidieren. Während die Piraten im restlichen Deutschland eher bedeutungslos bleiben dürften, könnte hier die Rechnung hingegen aufgehen. Irgendwie auch blöd, dass sich die Opposition gegenseitig kanibalisiert und am Ende doch wieder Schwarz-Gelb das Sagen hat. Nun, ich sagte ja, ich bin skeptisch.

PS: Auf der Demo lief mehrmals ein wirklich bekloppter Song gegen Zensursula, der wirklich wehtut und einen fiesen Ohrwurm hinterlässt. Ich binde ihn hier nicht ein, aber wer mutig ist kann gerne auf diesen Link klicken. Man mag nur beste Absichten unterstellen, aber Leute, das ist wirklich daneben. Ehrlich jetzt. Das hilft doch keinem.

Demonstration

Freitag, den 19. Juni 2009

Ich werde morgen übrigens dort zu finden sein. Wen von euch treff ich dort?


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